Geld verdienen mit der Vermietung an Flüchtlinge?

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Die Städte wissen nicht mehr, wohin mit den Asylbewerbern. Hoteliers und Hausbesitzer helfen – und leben gut vom Geschäft mit der Not. Besonders für Vermieter von insbesondere einfachem Wohnraum, welcher in vielen Regionen auf dem regulären Wohnungsmarkt nur schwer bzw. zu einer geringen Miete vermittelbar ist, könnte die Vermietung an Flüchtlinge oder Asylbewerber eine wirtschaftlich sinnvolle Alternative darstellen.

Von den Kommunen gezahlte Vergütung

Die von den Kommunen gezahlten Sätze liegen je nach Region zwischen 11 und 16 Euro je Flüchtling und Tag. Das mag nicht übermäßig viel sein, doch die Verträge mit den Leistungsträgern/Kommunen laufen oft über 5 bis zehn Jahre. Ob es in 10 Jahren noch so viele Flüchtlinge geben wird wie jetzt, kann niemand voraussagen.

Steigen Sie auf ein sicheres Geschäftsmodell um
Derzeit strömen so viele nach Deutschland, dass die Städte gar nicht mehr wissen, wohin mit ihnen und dementsprechend schlecht ist ihre Verhandlungsposition. Hier bieten sich unter Umständen gute Chancen für Besitzer schlecht laufender Hotels oder leerstehender Häuser, denn jetzt können sie auf ein anscheinend sicheres Geschäftsmodell umsteigen und ihre Immobilien an Flüchtlinge vermieten. Die Flüchtlinge stellen keine hohen Ansprüche und zahlen zuverlässig, da das Geld von der Kommune kommt.

Knackpunkte bei Verträgen mit Kommunen
Allerdings gibt es auch eine ganze Reihe rechtlicher, steuerlicher Probleme oder betriebliche Probleme, die bei der Überlassung von Wohnraum an Flüchtlinge und Asylbewerber auftreten können und nach einer guten, rechtlich abgesicherten Vertragsgestaltung verlangen.Die seitens der Kommunen verwendeten „Mietverträge“ weisen für den Vermieter oftmals erhebliche wirtschaftliche Risiken auf. Standardformulare zur Wohn- und Geschäftsraummiete werden den besonderen Anforderungen, die bei der Überlassung von Wohnraum an Flüchtlinge und Asylbewerber bzw. an die öffentliche Hand zu beachten sind, in der Regel nicht gerecht.

Das richtige Vermietungsmodel wählen
Es gibt eine ganze Reihe rechtlicher, steuerlicher Probleme oder betriebliche Probleme, die bei der Überlassung von Wohnraum an Flüchtlinge und Asylbewerber auftreten können und nach einer guten, rechtlich abgesicherten Vertragsgestaltung verlangen. Wichtig ist hier die Wahl des für Sie richtigen Vermitmodells.

Sie vermieten direkt an die Flüchtlinge oder Asylbewerber.
Hierbei kommt der Vertrag direkt zwischen dem Vermieter und dem Flüchtling oder Asylbewerber zustande, die öffentliche Hand ist in das Vertragsverhältnis nicht eingebunden. Die Miete und eine Nebenkostenpauschale wird – sofern die Mieter anspruchsberechtigt sind – durch den Grundsicherungsträger (Hartz4) übernommen. Gibt es Probleme mit dem Mietverhältnis oder fallen höhere Nebenkosten an, die die von den Ämtern gezahlte Pauschale übersteigen, kann es schwierig werden, diese sogenannten Vermögensschäden – wie bei allen vermögenslosen Mietern – vom Mieter tatsächlich ersetzt zu bekommen.
Sie vermieten den Wohnraum direkt an die Kommune. Vertragspartner des Vermieters wird also die Stadt oder Kommune. Durch diese Konstruktion ist das Insolvenzrisiko des Mieters von vorneherein ausgeschlossen, da die öffentliche Hand ja nicht insolvenzfähig ist.

Verpflichten Sie die Kommune als Haftungspartner
Bei der Mietvertragsgestaltung sollte jetzt darauf geachtet werden, dass man als Vermieter die Kommune als Haftungspartner für die aus der Wohnungsüberlassung an Flüchtlinge und Asylbewerber möglicherweise entstehenden Vermögensschäden verpflichtet.

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